1. Tag
Ankunft gefeiert. Sekt getrunken.
3. Tag
Freundin angerufen, dass ich noch etwas länger recherchieren muss.
7. Tag
Liege nur noch unten.
9. Tag
Vivian heißt eigentlich Olga.
11. Tag
Schreiben fällt schwer, weil ich nicht mehr zum Punkt komme
14. Tag
Gefragt: „Können wir nicht einfach mal nur reden?“
Fahrertür auf. Fahrschüler rein. Fahrertür zu. Viereinhalb Minuten warten. Fahrertür auf. Fahrschüler raus. Fahrertür zu.
Nach einwöchigem Tagungs-, respektive Sitzmarathon zum 200. Geburtstag der „Phänomologie des Geistes“ fand zum Ausgleich noch ein Hundertmetahürdenlauf statt. F. Nietzsche, der leicht verrückte Pferdeküsser, zog sich noch vor dem Rennen aus dem selbigen zurück. Dafür bekam er die Metafairmedaille. Einsamer Gewinner mit absolutem Vorsprung war Hegels Geist. Der sportliche Direktor des Philosophischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität dazu: „Das hätte keiner Gedacht!“
Einen Deutschrand für Antichinesen bieten wir dieses Mar ars Service am Rande. Die Rektoren harten uns desharb für reichrich bekroppt und für ziemrich unrustig. Retztendrich resen es ja doch nur Antichinesen, die Deutsch rernen worren. Ars Antichinese hat man es nicht reicht mit den Rauten. Und somit auch nicht mit dem Riebesreben. Einst kannte ich einen, der in ein riebriches, reizendes Fräurein namens Rieserotte vernarrt war. Sie wohnte in einem übren Stadtvierter. In jeder Vorrmondnacht raderte er zu ihrem Randhaus, sterrte sich unter ihren Fensterraden und sang zum Krang seiner Mandorine: „Seitdem ich an dir rieb, rieb, rieb ich dich so sehr!“ Doch reider verstand sie ihn nicht richtig. Statt ihre riebrichen Rippen und ihr Ohrräppchen riebkosen zu rassen, vermährte sie sich mit einem schwuren und reichtgräubigen Rappen aus Rapland. Sie ist ihm wohr vorr auf den Reim gegangen. Mein Freund verrohr die Rust am Reben und an dreifachen Arriterationen. Er besoff sich mit Deutschen und rarrte mit ihnen nur noch „Deutschrand, Deutschrand über arres!“
Herr Hein Deggers Friseursalon „Bei Haaristoteles & Haarchimedes“ hatte sehr schnell einen treuen Kundenstamm gewonnen. Dies lag besonders an seinem eigentümlichen Eigentümer, der seine Kunden liebevoll umsorgte. Tag ein, Tag aus umgarnte er sie mit Sätzen wie: „Den Schuppenhauer kann ich gar nicht empfehlen, das ist ein regelrechter Haarendtferner. Ich empfehle eine sanfte Epihaarkur oder vielleicht etwas Fichtewasser.“
Ausgerechnet sein Lieblingskunde trug aber eine Foucault-Hila-Frisur. Etwas ruppig raunzte er jedes mal: „Mach ja wellich, die Locke!“ Herr Degger trug diese Ausfälligkeiten mit einer unendlichen Gemütsruhe, weil er sich nicht nur der Kürze der Haare sondern auch der des Lebens bewusst war. Ein wenig zur Haarspalterei neigte er dennoch. Auf die Bitte eines jungen platonblonden Fräuleins, ihr „a bisserl die Spitz weg zu machen“, bekam er rote Backen und blaffte: „Kant schneid‘ ich, Kant!“
Der Kommissar saß mit einer langbeinigen Frau mit Hut und quadratischer Sonnenbrille vor dem einzigem Café des Fischerdorfes. “Mir ist so heiss heute, als ob mir jemand mit einem Fön ins Gesicht bläst.” seufzte er. Die Dame schaltete den Föhn aus. “Tut mir leid, ich wollte nur ihren Schnurbart trocknen, von all der feuchten Luft. Soll ich Ihnen stattdessen mit dem Feigenblatt etwas Luft zufächern?” - “Viel besser, danke, werte Dame. Ich bin mir sehr sicher, dass bald ein Mord die dünne Oberfläche dieser Gesellschaft aufreissen wird. Wollen Sie mir auf eine Tasse Tee in mein Appartement folgen?” Kreidebleich wurde ihr Gesicht und das Lächeln erstarb. “Verfügen sie über eine Klimaanlage?”, flüsterte sie.
Ich sitze im Biergarten mit Günther Beckstein und ziehe mir fünf Zentimeter durch die Nase. Die haben wir direkt vom Zoll bekommen. Ich atme tief. Beckstein lacht. Zärtlich tippt er mich mit dem Schlagstock an: „Bedingt abwehrbereit“ – „Landesverrat” kommt es mir wie aus der Pistole. Die Bedienung stöckelt auf uns zu. Sie sieht aus wie Gudrun Ensslin. Ich zerre sie zu mir und brülle ihr ins Ohr: “Du Terror-Schlampe!” Sie blickt mich an, bläst ihren Pony aus der Stirn und stellt zwei Weizenbier auf den Tisch. Beckstein lacht: “Mein Schüler, mein Schüler”. Ich blicke auf ihren hübschen Hintern als sie geht. Zwei vermummte Sprayer rennen an der Wand vorbei, ein Hubschrauber verfolgt sie mit dem Scheinwerfer. Steinewerfer! Steinewerfer! Joschka mögen alle, aber ich zahls ihnen heim. Eine grosse Sonnenblume steckt in Esslins Haar, ich reisse sie raus und rupfe jedes einzelne Blütenblatt. Hahahaha! Zwei Zwerge pinkeln mir ans Bein, sie reichen mir nur bis ans Knie: Wasserhövel und Claudia. Beide hamms die Hosen unten, als ich sie wegkicke. Hanseln. Weltmeisterschaft! Weltherrschaft! Da kommen sie schon die Schmierenjournalisten, aus allen Löchern. Und wollen in mein Innenministerium. Aber nicht mit mir, ihr Schmutz! Dreckfinken! Ich stopfe alle Löcher, jaha, alle Löcher zu, cicerzu, zuzu! Alle Löcher stopfe ich, zuerst das von der…. (Aufzeichung abgebrochen)