Fragen und Antworten zur Krise in Ägypten

Wer sind eigentlich diese Muslimbrüder?
Stramm konservative Genossen mit einem Hang zu Größenwahn, denen das Messer in der Tasche aufgeht bei Themen wie Homoehe oder Kindergartenbetreuung – so etwas wie eine ägyptische CSU. Wirklich gefährlich werden sie (wie diese) nur, wenn sie keine absolute Mehrheit haben.

Worüber soll abgestimmt werden?
Die Mehrheit darf wählen, ob sie die Minderheit mithilfe einer Verfassung unterdrücken will. Normale Demokratie halt.

Wie wird abgestimmt?
Klassisch biblisch: Die Ägypter eines Viertels versammeln sich auf einem Platz. Eine Ehebrecherin wird vorgeführt. Jeder bekommt einen roten (für Scharia) und einen grünen Stein (gegen Scharia), den er werfen darf. Danach werden die einzelnen Steine ausgezählt.

Wird es überhaupt eine Abstimmung geben?
Zwei mögliche Szenarios gibt es für die nächsten Tage: Entweder es gibt das klassische Entwicklungsland-Programm: Aufstand, Niederschlagung, Bürgerkrieg, Militärdiktatur (diesmal immerhin ohne amerikanische Beteiligung). Oder es kommt zum Referendum und Präsident Mursi gewinnt. Dann wird er sich danach in seinen Palast zurückziehen und sich seiner weiteren Verpuppung zum Sonnengott widmen.

Was wird dann aus dem Tahrir-Platz?
Als Ausgleich für die verminderten Rechte der Christen will Sonnengott Mursi den Platz plattmachen und eine Megakirche darauf bauen. Dort können dann bei Bedarf alle Christen hineingetrieben und verbrannt werden.

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Neue Formen der Transparenz

Von wem kann die Bundesregierung mehr Transparenz bei Waffengeschäften lernen und wie sähe dies aus?

Der Verfassungsschutz: Die Waffenunternehmen werden mit Steuergeldern bezuschusst, bei illegalen Aktionen wird weggeschaut oder es werden andere, friedliche Parteien ins Visier genommen. Nach dem unerwarteten Bekanntwerden einer Mordserie werden alle Akten geschreddert.
Peer Steinbrück: Waffengeschäfte sind ein lukratives Nebengeschäft der Bundesregierung. Erst als es um deren Integrität und Wiederwahl geht, werden die Geschäfte schrittweise offengelegt. Das größte Waffengeschäft wurde erstaunlicherweise in Bochum abgewickelt.
Die katholische Kirche: Ohne das Wissen der deutschen Bundesregierung werden unschuldige deutsche Waffen jahrelang zur Tötung von Menschen missbraucht. Jahre später tauchen unerwartet missbrauchte Waffen in sensiblen Gegenden auf – ein Skandal! Die Kanzlerin tut ein wenig Buße. Alle Parteien finden sich am runden Tisch wieder.
Die bayrische Justiz: Bei allen Journalisten und Oppositionspolitikern, die behaupten, dass es illegale Waffengeschäfte gibt, wird Verfolgungswahn diagnostiziert. Sie werden zum Schutz der Öffentlichkeit in der Psychiatrie langzeitverwahrt.
Die Piratenpartei: Die Bundesregierung hat noch keine Position zu Rüstungsexporten, bevor nicht die gesamte Partei darüber abgestimmt und jeder einen eigenen Antrag eingebracht hat (sog. Liquid Waffengeschäft).

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