Alone in the Dark

Hannelore Kohls Leben soll verfilmt werden. So soll der Film aussehen: Die erste halbe Stunde widmet sich dem Kennenlernen ihrer großen Liebe: Helmut. In der nächsten Stunde sieht man nur Helmut Kohls Gesicht in Großaufnahme, dazu werden Texte eingeblendet: “Besuch am Niagarafall” (im Hintergrund Wasserrauschen), “Besuch bei George Bush” (im Hintergrund Englischsprechen) oder “Die Stunde des Mauerfalls” (im Hintergrund Jubelschreie). Dann wird langsam abgeblendet und das Bild dunkler. Die letzten dreißig Minuten herrscht völlige Dunkelheit.

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Brief an Matussek

Sehr geehrter Spiegel-Online-”Journalist” Matussek,

Sie denken katholisch, fühlen und lachen und wüten katholisch. Das teilen Sie uns in ihrem neuen Buch „Das katholische Abenteuer“ mit. Nur konsequent, dass Sie nun der Frau Kässmann auf Spiegel Online billige Friedenspolemik vorwerfen, wenn sie meint, es gebe keinen gerechten Krieg. Sie, werter Herr Matussek, können sogar für die Taliban beten. Das freut uns. „Aber gleichzeitig kann ich versuchen, die Taliban auszuschalten, sollte das Gebet kurzfristig nicht zur Entwaffnung und Verhinderung von Verbrechen führen.“ Eine schöne Idee: Sie beten mit kurzfristigem Erfolg! Das wäre doch auch was für unsere Soldaten in Afghanistan. Nur: Wieviele Sekunden dürfen zwischen dem Gebet und der „Verhinderung eines Verbrechens” liegen?
Schön auch, dass sie jahrhundertelange Traditionen hochhalten: Bomben und Beten – das ist doch ein katholischer Klassiker. Aber eine Frage noch: Das letzte „katholische Abenteuer“ waren das für Sie eher die Kreuzzüge, die stillschweigende Duldung des Naziregimes oder die geheimen Schäferstündchen der Priester mit den Ministranten?

fragt sich langfristig,
Ihr Feigenblatt

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Wie geht Pflege ohne Zivis?

Der Zivildienst wird zum 31. Juni ausgesetzt. Wie kann dann noch die Pflege älterer Menschen gewährleistet werden?

1. Für Demenzkranke wird ein Tonband installiert, das auf Wünsche wie „Ich glaube meine Windel muss gewechselt werden“ oder „Ich würde gerne mal spazieren gehen“ immer wieder entgegnet „Aber das haben wir gerade erst gemacht!“
2. Patienten im Rollstuhl können zum Trinken in den Regen gestellt werden.
3. Zur besseren Versorgung können inkontinente Patienten in Vielkinder-Familien gegeben werden – da fällt nicht auf, wenn eine Windel mehr gewechselt werden muss.
4. Dressierte Pinguine schieben Rentner:

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Mysterium Wahlbeteiligung

In Bremen durften erstmals auch 16- und 17-Jährige wählen gehen. So sollte die Wahlbeteiligung erhöht werden, was allerdings misslang. Die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen nun, warum:

1. 25 % der Jugendlichen suchten vergeblich nach Miley-Cyrus oder Rihanna auf dem Wahlzettel, die sie doch von den Wahlplakaten in der Bravo kannten.
2. 22% wussten nicht, an welche Handynummer sie ihr Voting schicken sollten.
3. 15% gingen nicht zur Wahl, weil durchgesickert war, dass es dafür keine Praktikumsbescheinigung gibt.
4. 8 % der Jugendlichen waren nicht wählen, weil sie keiner bei Facebook dazu eingeladen hatte.

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Missverständnis

Dropped in: Allgemein around 09:39