Die Formel 1 in der Rennkrise

Wie es sich für Autounternehmen gehört, ist nun endlich auch die Formel Eins in der Krise. Schuld ist hier jedoch einmal nicht der Verbraucher – der irgendwie keine Autos mehr kaufen will –, sondern das neue Regelwerk der FIA. Denn das sieht vor, das Budget wirtschaftskrisenverträglich für alle Rennställe einheitlich zu beschränken. Demnach darf jeder Rennstall nur noch Autos an den Start schicken, deren Entwicklung den Hartz-IV-Höchstsatz nicht übersteigt. Daneben müssen die Autos zu 100 Prozent aus umweltfreundlich recycelten Obdachlosenkartons bestehen. Sie dürfen nicht mehr 75 Liter pro 100 km verbrauchen, sondern pro Rennen nur noch maximal 3,7 freigestellte Opelmitarbeiter kosten, die beim Seifenkistenrennschlitten-Anschieben sozialverträglich frühableben. Besonders betroffen zeigen sich die sonst so üppig entlohnten Fahrer, die ab kommender Saison nur noch als Ein-Euro-Fahrer beschäftigt werden.
Die Spitzengeldverbrenner sehen das aber nicht ein und drohen mit einer eigenen Piratenrennserie. Sie soll ein liberaleres Regelwerk mit nur zwei Regeln bekommen:
§1 Die Entwicklungskosten sind scheißegal – Hauptsache das Auto bekommt keinen TÜV!
§2 Alle Strafzettel müssen von den Fahrern selbst bezahlt werden!

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