Im Reich der wilden Diktatoren: Das Busharraf

246busharraf_g.jpgAls Diktatorologen das erste Mal auf den dictator democraticus imaginarius trafen konnten sie nur feststellen: ”Weitestgehend harmlos. Doch leider vom Aussterben bedroht”. Diese erschreckende Nachricht verbreitete sich schnell bei den naturschützenden Völkern. Besonders aber bei den Amerikanern. Die richteten sogleich einen Milliarden Dollar schweren Schutzfound ein, um den sogenannten “Busharraf” zu schützen. Jene so erstaunliche Spezies, der es gelingt auch inmitten einer Herde wilder Taliban zu überleben. Wobei es sich in ruhigeren Lebensmomenten der Pflege und Aufzucht von Atomsprengköpfen widmet. Oder der Volksunterdrückung, einem einmaligem Naturschauspiel: Das Busharraf wartet, bis sich das Volk in Roten Moscheen zusammengerottet hat, um es dann mittels seiner langen Arme, aufgrund deren Länge auch als Armee bezeichnet, daraus wieder gewaltsam zu vertreiben. Wenn das Busharraf aber in Lebensgefahr ist, so versetzt es sich in den Ausnahmezustand. Durch ihn gelingt es ihm sich seiner natürlichen Feinde, den Juristen und alle anderen, zu entledigen. Besonders erstaunlich ist dessen Fähigkeit nicht nur die pakistanische Urbevölkerung, mit dem es sich seinen Lebensraum teilt, sondern auch die Forscher über seine wahre Natur zu verwirren.

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